- Genauso, wie man als Christ gegen die Heiligkeit Gottes sündigen kann, kann man auch gegen die Wahrheit sündigen - Hier hab ich ein paar Beispiele aufgeschrieben, die hinterher zusammengefasst werden - ohne der Frage nachzugehen, wie denn das passieren kann. Denn dass es passieren kann, tritt aus der Bibel deutlich hervor. Daher ist es wichtiger zu untersuchen, woran man das denn merkt, dass man einem falschen Geist (sei es dem menschlichen oder einem dämonischen) folgt - Galater 3: die Christen wurden verzaubert, ja verhext mit einer dämonischen Theologie: Galater 3 "1 O ihr unverständigen Galater, wer hat euch verzaubert, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht ..." - das Wort "verzaubert" meint so etwas wie eine starke, negative Magie - im englischen wird das mit "bewitched" wiedergegeben. Paulus benutzt dieses Wort, um in aller Stärke außudrücken, dass sie unter den Bann eines falschen Geistes fielen und also verführt wurden - Es ist also möglich, dass Christen, von neuem geborene Christen, auf einen falschen Glauben hereinfallen - Denn sie waren echte Christen: Vers "2 Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben?" und Vers "26 denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus; 27 denn ihr alle, die ihr in Christus hinein getauft seid, ihr habt Christus angezogen." - Sie hatten angefangen im Geist, hörten dann aber auf jüdische Gesetzeslehrer, die behaupteten, dass sie auch sich beschneiden lassen müssten und die Gesetze halten - Petrus in Matthäus 16: "16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel! ... 22 Da nahm Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren und sprach: Herr, schone dich selbst! Das widerfahre dir nur nicht! 23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Weiche von mir, Satan! Du bist mir ein Aergernis; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!" Von einer Situation zur nächsten wechselt der Geist in Petrus - Oder beim Abendmahl in Lukas 22 "22 Und der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, durch den er verraten wird! 23 Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, welcher von ihnen es wohl wäre, der dies tun würde. 24 Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe." Von einem Moment zum nächsten wechselt die Stimmung in den Jüngern vom Bewusstsein, wie schnell jeder sündigen kann (23 - siehe Matthäus 26 "22 Da wurden sie sehr betrübt, und jeder von ihnen fing an, ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich?"), zum Stolz - Die zwei Gemeindemitglieder Ananias und Saphira versuchen, weniger Geld zu spenden und trotzdem gut dazustehen, in Apostelgeschichte 5 "3 Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast ..." - Dem neu bekehrten Simon in Apostelgeschichte 8 geht es nicht um das Reich Gottes, sondern um sich selbst "13 Simon aber glaubte auch und hielt sich, nachdem er getauft war, beständig zu Philippus; und als er sah, dass Zeichen und große Wunder geschahen, geriet er außer sich. ... 18 Als aber Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld 19 und sprach: Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt! ... 23 denn ich sehe, dass du in bitterer Galle steckst und in Fesseln der Ungerechtigkeit" - Jesus sagt, dass sich Dienst am Geld von ihm ausschließt in Matthäus 6 "24 Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!2" - Paulus kritisiert Petrus, da dieser nicht in Wahrheit, sondern aufgrund von Menschenfurcht und Stolz in Heuchelei lebt: Galater 2 "14 Als ich aber sah, dass sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen: ..." - David verharrt in der ersten Sünde der Unzucht und vermehrt diese Sünde, sodass es zum Mord kommt, und bittet um Wiederherstellung des Geistes in ihm in Psalm 51 "12 Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern! 13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir." - Hymenäus und Alexander haben aufgehört, ihrem Gewissen zu folgen 1. Timotheus 1 "19 indem du den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst. Dieses haben einige von sich gestoßen und darum im Glauben Schiffbruch erlitten. 20 Zu ihnen gehören Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie gezüchtigt werden und nicht mehr lästern." - Aus diesen Beispielen kann man folgende Zusammenfassung erstellen. Man hat einen falschen Geist, wenn man - Geltungsdrang und Stolz besitzt (die Jünger in Lukas 22, oder Simon in Apostelgeschichte 8) - Menschenfurcht und Stolz besitzt (Ananias und Saphira in Apostelgeschichte 5, oder Petrus in Galater 2) - fixiert auf Geld ist (Simon, Ananias und Saphira, und dazu das Wort von Jesus) - sich nicht komplett Gottes Willen unterordnet (Petrus in Matthäus 16) - in Sünde weiterlebt (David, oder Hymenäus und Alexander in 1. Timotheus 1) - an eine in den kritischen Punkten unbiblische Lehre glaubt (die Galater in Kapitel 3) - mit kritischen Punkten meine ich alles, was mit dem Erlösungswerk Christi zusammenhängt - wer war Jesus? Ewiger Gott oder göttlich-transformierter Mensch? - war er makellos oder Teil Satans? - wer ist Gott Vater? Handlungsunfähig (bzw. von den Menschen abhängig) oder absolut souverän? - wer ist der heilige Geist? Super-emotionaler Scherzbold oder hundertprozentig der Heiligkeit des Vaters verpflichtet? - wie hat Jesus bezahlt? Durch sein Blut und seinen Leib oder durch erneutes Leiden in der Hölle? - wer ist der Mensch vor und nach der Bekehrung? Vollkommen oder immer noch von den Sünden verfolgt? - reicht das einmalige Opfer Christi vollkommen aus? Oder muss man noch Werke oder eine Geistestaufe hinzufügen? - Gerade der letzte Punkt ist wichtig: wer in den genannten Kernfragen anders glaubt, glaubt an einen anderen Jesus (nicht an den der Bibel) - Es geht hier nicht um die Frage der Kindertaufe, wann die Entrückung stattfindet, oder wer den Hebräerbrief schrieb - Das ist vergleichbar mit Moslems, Mormonen, Zeugen Jehovas und Katholiken: sie alle glauben auch an einen Jesus. Nur ist es doch offensichtlich, dass diese "Jesusse" völlig verschiedene Personen sein müssen. Und so unterscheidet sich auch der Geist, der mir in einer dieser Bewegungen begegnet, radikal vom echten, reinen, heiligen Geist Jesu - Bestätigt wird dies durch 2. Johannes 1 „9 Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn.“ - das heißt, dass jeder, der nicht in der richtigen Lehre bleibt, einem falschen Geist folgt. Und wenn Johannes von "der richtigen Lehre" schreibt, müsste klar sein, dass er damit das Hauptthema seiner gesamten Schriften meint: dass nämlich Jesus Gott ist - Denn wenn man die Verse 1. Johannes 2,22 „Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.“ und 1. Johannes 4,2-3 „Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; 3 und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.“ kombiniert, wird doch klar, dass Satan das leugnet: dass Jesus der fleischgewordene Gott ist. - Oben ist nicht erwähnt die sogenannte "Sünde gegen den heiligen Geist", wie in Matthäus 12 "31 Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. 32 Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen." - eigentlich möchte ich nicht auf das Thema eingehen, da es unmissverständlich klar sein sollte, dass ein echt bekehrter, vom heiligen Geist erneuerter Christ, diese Sünde nicht begehen kann (denn es gibt nur 2 Kategorien Menschen: fleischgeführte oder geistgeführte, siehe Römer 8) - trotzdem möchte ich es erwähnen, weil es gerade in charismatischen Kreisen so schrecklich viel Blasphemie gibt (wenn dämonische Taten dem heiligen Geist zugesprochen werden - also sozusagen anders herum als die Sünde gegen den heiligen Geist, aber sicher auch eine schwerwiegende Sünde namens Blasphemie): - Jedes übernatürliche Zucken, Vision, Gestammel und so weiter, wird dem heiligen Geist zugeschrieben, obwohl dieser in der Bibel klipp und klar ausgedrückt hat, womit Jesus (also er selbst) geehrt wird - dabei sagt der Geist selbst (also in seinem Wort), dass man überprüfen soll, ob er es wirklich ist! 1. Johannes 4 "1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen." - um es auf einen Punkt zu bringen: mit Ordnung! Und zwar nach der Wahrnehmung eines normalen Betrachters. Wenn ein Außenstehender also Chaos wahrnimmt, ist das kristallklar: nicht der heilige Geist, sondern eine dämonische Verhöhnung! - Tut Buße, dass ihr an dieser Blasphemie teilhabt! - Denn darauf hereinzufallen, ist selbst eine aktive Sünde: Hesekiel 14 "10 Sie sollen ihre Schuld tragen: Wie die Schuld des Fragenden, so soll auch die Schuld des Propheten sein,"